Was ist ein WebGIS?
GIS-Technologien: WebGIS und Desktop-GIS
Geographische Informationssysteme (GIS) können grundsätzlich in zwei Typen unterschieden werden: Desktop-GIS und WebGIS. Während Desktop-GIS lokal installiert werden müssen, können WebGIS-Dienste bei vorhandenem Internetanschluss über den Web-Browser in der Regel kostenlos aufgerufen werden. Bei WebGIS-Diensten können die Nutzer (Client) auf vorgegebene Daten zugreifen, die sich auf dem Server des Software-Anbieters befinden. Der Anbieter ist für die zentrale Verwaltung und Aktualisierung der Datenangebote verantwortlich. Die angebotenen Geodaten sind für den Anwender in der Regel nicht veränderbar.
Im Gegensatz zu den einschlägigen Desktop-GIS (z.B. Diercke GIS, GDV Spatial Commander) ist das Funktionaliätsspektrum von WebGIS weniger umfangreich. Daraus ergibt sich eine didaktische Reduktion auf ein Minimum an funktionaler Komplexität, wodurch ein einfacher Einstieg in die Arbeit mit GIS möglich wird.
Vorteile von WebGIS für den Einsatz in Schule und Hochschule
- Verfügbarkeit an jedem Ort, wo ein Internetzugang vorhanden ist
- Keine Installation von GIS-Software
- Keine Installationskosten für den Client
- Keine Lizenzkosten für den Client
- Leichte Bedienung eines WebGIS durch Reduktion der Funktionalitäten
- Keine Berührungsängste, da Nutzung des Internets in der Regel bekannt ist
- Nutzung von WebGIS-Diensten ist für Schulen und Hochschulen in der Regel kostenfrei
- SchülerInnen und Studierende können das WebGIS zu Hause über eigenen Internetzugang nutzen